Das Städtchen Scilla liegt im Süden Kalabriens und zählt zu den schönsten und bekanntesten Städtchen entlang dieser Küste, der Costa Viola. Scilla befindet sich direkt an der Meerenge von Messina und bietet somit einen schönen Blick auf das nahegelegene Sizilien und die Möglichkeit, Tagesausflüge dorthin zu machen. Mit nur knapp 5.000 Einwohnern geht es in Scilla sehr beschaulich zu. Die Stadt ist sehr vom Fischfang geprägt, aber auch der Tourismus hält langsam Einzug, da immer mehr Kalabrien-Urlauber das malerische Städtchen im Süden Kalabriens entdecken. Der 600 m lange und 30 m breite Strand im Stadtteil Marina Grande bietet einen fantastischen Blick auf das Wahrzeichen der Stadt, das auf einem großen Felsen gelegene Castello Ruffo. Der Strand selbst ist eine Mischung aus feinem Kies und grobem Sand. Nehmen Sie sich ein Tretboot und genießen Sie den Blick auf die Stadt vom Wasser aus!
Mythen und Legenden rund um Scilla
Um Scilla und das Castello Ruffo ranken sich seit Jahrhunderten zahlreiche Mythen und Legenden. Der bekannteste Mythos stammt von Homer aus seiner „Odysee“ – ein Meeresungeheuer namens Skylla mit sechs Köpfen und zwölf Tatzen solle auf dem Felsen gelebt und Angst und Schrecken verbreitet haben. Sechs Gefährten von Odysseus wurden von diesem Monster verschlungen. Die Seefahrer, die Skylla ausweichen wollten, gelangten in die Strudel von Charybdis auf der sizilianischen Seite. Durch diese Legenden bekam das heutige Scilla seinen Namen.
Sehenswürdigkeiten in Scilla
Fischerviertel von Chianalea
Das Fischerviertel von Chianalea befindet sich direkt unterhalb des Castells und wird durch den Felsen von den restlichen Stadteilen abgeschnitten. Durch einen tunnelartigen Durchgang gelangt man jedoch bequem in die restlichen Stadteile Marina Grande und San Giorgio. Bei einem Spaziergang durch das alte Fischerviertel wird die Bedeutung des Fischfangs und der alten Fischerkultur deutlich: Hier stehen die Häuser direkt am Wasser und werden vom Meerwasser unterspült, sodass die Fischer mit ihren Booten davor „parken“ können. Die kleinen Gassen, der Hafen und die zahlreichen charmanten Lokale machen die Fischer-Idylle perfekt. Aufgrund des traditionellen Schwertfisch-Fangs ist es in Scilla besonders empfehlenswert, ein fangfrisches Schwertfisch-Gericht zu probieren! Im Sommer findet jährlich ein Fest zu Ehren des Schwertfisches statt.

Das Castello Ruffo
Imposant auf einem Felsen gelegen ist das Castello Ruffo zweifellos das Wahrzeichen der Stadt. Der Name stammt von der Familie Ruffo, die von 1543 bis 1806 Herrscher der Stadt waren. Ihr Wappen kann heute noch über dem Eingangstor begutachtet werden. Das Castello Ruffo ist nicht nur als Aussichtspunkt ideal, sondern auch geschichtlich interessant. Es lohnt sich an einer Führung teilzunehmen, um mehr über die Festung zu erfahren.
[…] und wird von den Fischern selbst heute noch mühsam mit der Harpune gefischt. Das kleine Städtchen Scilla an der Meerenge von Messina ist für die leckeren Schwertfisch-Variationen besonders bekannt. Auch […]